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TSV Bietigheim zieht in letzter Sekunde den Kopf aus der Schlinge

Im letzten Spieltag in Stammheim konnte unsere M1 den Abstieg aus der Landesliga Nord noch verhindern. Dazu herzlichen Glückwunsch.

Anbei der Bericht von Jan Wörsinger: 

 

Die Bietigheimer waren in der Feldsaison 2022 mit vielen verletzungsbedingten und krankheitsbedingten Ausfällen geplackt.

Somit war es nicht verwunderlich, dass nach der Vorrunde lediglich ein Punkt durch ein Unentschieden gegen Gärtringen 2 erzielt werden konnte.

Das hatten sich die Jungs im Vorfeld jedoch ganz anders vorgestellt. Also musste man in der Rückrunde dringend Punkte holen.

 

Dies sollte beim Heimspieltag im Sportpark Ellental am 19.06.2022 in Angriff genommen werden. Bei rekordverdächtigen 37 Grad Celsius unter dem Viadukt hatte man 3 Spiele zu bestreiten. Die Bedingungen waren durch die hohen Temperaturen nicht einfach. Das erste Spiel musste man gegen die Mannschaft des TV Stammheim 2, die auf Tabellenplatz 2 standen, bestreiten.

Leider war die junge Mannschaft des Gastes, die mit Bundesligaerfahrenen Spieler antrat, zu stark für die Mannen aus Bietigheim und man startete mit einer erneuten Niederlage mit 0:3 (7:11, 4:11, 12:14) in den Tag.

 

Das zweite Spiel gegen den TSV Ötisheim sollte dann aber deutlich besser laufen. Bei mittlerweile über 30 Grad Celsius besiegte man den Gegner mit 3:0. Der erste und dritte Satz waren hart umkämpft (11:9 und 14:12). Der zweite Satz ging aber deutlich mit 11:5 an die gut spielenden Jungs aus Bietigheim.

 

Der dritte Gegner an diesem heißen Tag war dann der TV Enzberg, gegen die man im ersten Spiel der Saison deutlich mit 0:3 verlor. Diese Schmach wollte man durch einen Sieg im Rückspiel vergessen machen.Es sah auch stark danach aus, da die Bietigheimer in den erstem beiden Sätzen gut aufspielten und mit 11:5, 11:7 zwischenzeitlich 2 Sätze in Führung lagen.

Im dritten Satz zollte man den Temperaturen jedoch Tribut und hatte einen Durchhänger. Die Gäste aus Enzberg sicherten sich den dritten Satz mit 8:11.

Somit wahrten Sie die Chance zumindest ein Unentschieden zu erzielen. Doch die Mannschaft des TSV Bietigheim riss sich nochmals zusammen und gewann den dritten Satz mit 11:6 deutlich. Somit hatte man 5 Punkte auf dem Konto und stellte den Anschluss zu den Gegnern aus Gärtringen und Ötisheim wieder her.

 

Im Nachholspiel am 22.06.2022 beim TV-Vaihingen 4, die mit 2 Bundesligaspielern an den Start gingen, konnte man sich durch ein starkes 2:2 Unentschieden noch einen weiteren Punkt sichern. Somit war man Punktgleich mit Gärtringen und es wurde der erwartete Showdown am letzten Spieltag am 10.07.2022 in Stammheim.

 

Der letzte und entscheidende Spieltag der Landesliga Nord war dann an Spannung kaum zu überbieten. Drei Mannschaften konnten noch in die Bezirksliga absteigen. Unter anderem der TSV Bietigheim, der den siebten und letzten Tabellenplatz belegte, sowie Gärtringen (6.) und Ötisheim (5.). Man hatte es aber selbst in der Hand, denn man musste gegen den TSV Gärtringen 2 und gegen TV Unterhaugstett 2 antreten. Mit zwei Siegen konnte man aus eigener Kraft die Liga halten. Die Meisterschaft konnte man dadurch aber ebenfalls noch beeinflussen. Hier kämpften der TV Unterhaugstett 2 und TV Stammheim 2 (heutiger Gastgeber) um den 1. Platz.

 

Eben diese beiden Mannschaften bestritten dann auch das erste Spiel des Tages und am Ende wurden die Punkte in einem äußerst spannenden und unterhaltsamen Duell mit 2:2 geteilt. Das Spiel der Bietigheimer fand anschließend gegen den direkten Konkurrenten, dem TSV Gärtingen 2, statt. Ein Sieg war Pflicht, um noch die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Man ging heute mit Kolja Meyer, Tobias Rommel, Simon Rommel, Manuel Krott, Kevin Krimmel, sowie Jan und Daniel Wörsinger an den Start. Die Bietigheimer konnten den ersten Satz knapp mit 11:9 für sich entscheiden. Der zweite Satz fiel dann deutlicher zu Gunsten des TSV Bietigheim aus (11:5). Im dritten Satz konnte der TV Gärtringen 2 den Jungs des TSV dann lange Paroli bieten und sie hielten die Partie bis kurz vor Schluss spannend. Dennoch bewahrte man die Nerven und entschied den dritten Satz mit 11:9 für sich. Der erste Schritt Richtung Klassenerhalt war getan.

 

Direkt im Anschluss wartete dann eine noch schwerere Aufgabe auf die Mannschaft - Kein Geringerer als der Tabellenführer aus Unterhaugstett. Mit dem ersten Sieg im Rücken wollte man aber auch den Klassenprimus zum stolpern bringen. Es wurde dann auch ein sehr ausgeglichenes und spannendes Duell beider Mannschaften. Leider musste man sich aber am Ende äußerst knapp mit 9:11, 12:14, 9:11 geschlagen geben.

 

Jetzt ging das Rechnen und Zittern los, denn die Gärtringer hatten an diesem Tag noch zwei Duelle vor sich. Sollten diese eines der beiden Spiele gewinnen, würden dies den TSV Bietigheim überholen und blieben in der Liga. Doch zum Glück für die Bietigheimer wurde der TV Stammheim 2 seiner Favoritenrolle gerecht und gewann mit 3:1. Noch waren beide Mannschaften nicht gerettet und es musste im letzten Spiel der Saison entschieden werden, wer in die Bezirksliga absteigen wird. Dies spricht für die in diesem Jahr sehr starke Landesliga Nord, in der fast Jeder gegen Jeden gewonnen hatte.

 

Das letzte Duell des Tages bestritten der TSV Gärtringen 2 und der TSV Ötisheim, Tabellen Siebter gegen Tabellen Fünfter. Die Ötisheimer waren zu diesem Zeitpunkt allerdings schon gerettet und hatten keinen Druck mehr. Dennoch baute man als Anhänger des TSV Bietigheim auf die Mannen des TSV Ötisheim. Am Ende war die Freude groß, als das Ergebnis 0:3 lautete, denn dies bedeutete zugleich den Klassenerhalt. Die Erleichterung war mehr als spürbar. Der Kapitän Daniel Wörsinger, der in derselben Woche zum zweiten mal Vater wurde, sagte nach dem Spiel folgendes. „Ich bin in meiner Karriere noch nie abgestiegen und das sollte nun auch so bleiben. Darüber bin ich glücklich und zugleich sehr erleichtert. Dennoch müssen wir uns in der nächsten Saison, sowohl im Feld, als auch in der Halle in Acht nehmen und die Spieltage besser planen. Ich bin froh, dass wir am Ende den Kopf aus der Schlinge ziehen konnten.“ Der Klassenerhalt, in letzter Sekunde, und die Geburt seines Sohnes wurde dann mit einem gemeinsamen Bier gefeiert.

 

Geschrieben von Werner Schmid am 14.07.22 10:21

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